OTM 7 min
Hinter den Kulissen mit Marinus: OTM 5.0
Marinus Brink sitzt in der Arbeitsgruppe, die das Open Trip Model entwickelt. Er erzählt, was er im Hintergrund tut, um Ihre Arbeit so effizient wie möglich zu machen.
Hinter den Kulissen mit Marinus: OTM 5.0
Als Transportunternehmer möchten Sie dafür sorgen, dass alle Ihre Fahrer stets die klügsten Routen fahren. Dabei sind Sie jedoch von verschiedenen Faktoren ziemlich abhängig, etwa von Straßenbauarbeiten, Ampeln und Zeitfenstern. Deshalb sind wir als TMS-Anbieter eng in das OTM eingebunden: das Open Trip Model, mit dem sich Daten zwischen Behörden, Verladern, Logistikdienstleistern, Transporteuren und Subunternehmern einfach austauschen lassen.
Filogic-Mitgründer und technischer Direktor Marinus Brink sitzt sogar in der Arbeitsgruppe, die für die Entwicklung dieses Modells verantwortlich ist. Wir haben mit ihm darüber gesprochen, was er alles im Hintergrund tut, um Ihre Arbeit so effizient wie möglich zu machen!
Können Sie zunächst etwas mehr über die Arbeitsgruppe OTM erzählen?
Marinus: ‘Aber sicher! Diese Arbeitsgruppe wurde 2019 ins Leben gerufen, einige Jahre nach der Einführung des Open Trip Model. Das OTM wurde ursprünglich von einem Logistiksoftware-Anbieter entwickelt und für den Markt freigegeben, um Ausführungsdaten mit Control Towers auszutauschen. Doch das Modell wurde auf dem Markt immer bekannter, und es dauerte nicht lange, bis ich von Filogic aus damit in Berührung kam.
Mir war sofort klar, dass der Mehrwert dieses Open-Source-Datenaustauschmodells weit über das hinausging, wofür es zu jenem Zeitpunkt genutzt wurde. Zum Beispiel für den Austausch von Transportaufträgen. Aus diesem Grund wurde die Arbeitsgruppe OTM zunächst gegründet.
Als echte Techniker machten wir uns auf die Suche nach der Antwort auf die Frage: Was ist mindestens nötig, um einen Transportauftrag zwischen unseren Systemen auszutauschen, ohne diese jedes Mal manuell aufeinander abzustimmen?’
Wie ist der aktuelle Status des Open Trip Model?
‘Die Antwort auf diese Frage haben wir jedenfalls gefunden. Das OTM ist inzwischen ein offizieller niederländischer Standard, wird zunehmend angenommen, und die Gruppe der IT-Anbieter, die es nutzen, wächst beträchtlich. Transportaufträge werden in großem Umfang digital ausgetauscht. Ein schöner Gewinn für die Logistikdienstleister, denn sie müssen dadurch keine Aufträge mehr aus einem PDF-Dokument oder einer E-Mail abtippen.
Als Arbeitsgruppe kommen wir nach wie vor alle zwei Wochen zusammen, um das OTM zu vereinfachen oder um neue Datenströme zu erweitern. Welche das sind, bestimmen Anfragen aus dem Markt. Wie wir das tun, steht felsenfest: mit so wenig Daten wie möglich. Denn je einfacher wir es halten, desto leichter ist die Adoption für andere IT-Anbieter.’
Welche Erweiterungen stehen auf dem Programm?
‘Wir haben natürlich mit dem Transportauftrag begonnen, arbeiten inzwischen aber auch an anderen Datenquellen. Denken Sie etwa an das nationale Datenportal für den Straßenverkehr (NDW). Dieses wird bereits von der Regierung bereitgestellt, lässt sich im Logistiksektor aber noch nicht einfach einsetzen. Dafür muss man zunächst tief in den Code eintauchen. Das kostet viel Zeit und ist sehr schade, denn es handelt sich um wichtige Daten.
Anhand aktueller Verkehrsinformationen und intelligenter Ampeln können Sie als Transportunternehmer zum Beispiel die voraussichtliche Ankunftszeit Ihres Auftrags besser einschätzen. Die Arbeitsgruppe OTM sorgt dafür, dass sich solche Informationen tatsächlich problemlos in beispielsweise ein TMS und ein FMS (Fleet-Management-System) verarbeiten lassen. Wir kümmern uns um die richtige Übersetzung und Interpretation, damit der Nutzer sofort damit arbeiten kann.’
Wie sehen Sie die Zukunft des OTM?
‘In den kommenden Monaten übersetzen wir also immer mehr Datenquellen in das OTM. Wir machen das OTM bereit, um Informationen unter anderem zu Straßenbauarbeiten, zulässigen Höchstgeschwindigkeiten und Umweltzonen strukturiert an Logistikdienstleister zu kommunizieren.
Als Early Adopter habe ich mir zu diesem Thema viel Wissen aufgebaut. Aus diesem Grund wurde ich auch von Topsector Logistiek gebeten, solche behördlichen Daten in das OTM zu modellieren. Ich berate dabei, was geschehen muss, um ihre Datenquellen, die bereits öffentlich zugänglich sind, in etwas zu übersetzen, das für den Logistikdienstleister nutzbar ist.
Eine schöne Herausforderung, und letztlich haben wir ein gemeinsames Ziel: dass das OTM so breit wie möglich eingesetzt werden kann. Und wenn es nach mir ginge, würden wir als IT-Anbieter dies völlig kostenlos anbieten. Je schneller die gesamte Branche es annimmt und optimal nutzt, desto besser.
Dann können wir uns voll und ganz auf die Entwicklung von TMS-Features konzentrieren, statt ständig Standardanbindungen neu aufzusetzen. Mehr Standardisierung schafft Raum für Kreativität in anderen Bereichen. Das macht unsere Arbeit nur noch schöner und hilft dem Markt erst richtig!’
Bereit zum Start
Bringen Sie Ihren Transport auf das TMS der neuen Generation
Starten Sie kostenlos mit bis zu 5 Fahrten pro Tag, ohne Installation, ohne Kreditkarte. Oder lassen Sie uns Ihren Prozess in einer Demo live zeigen.
In wenigen Tagen live · Open API · Lokaler Support